04.05.2008

GEW produziert Bild-Zeitung

Wahlkampf-Kritik der "Bildungsgewerkschaftler" schießt übers Ziel hinaus.

Die Nerven der GEW-Personalräte liegen offensichtlich blank. Befürchtet werden ein schlechtes Wahlergebnis und der Verlust von Sitzen im Personalrat. Das tut weh! Gekämpft wird um jede Stimme und dies auch mit unfairen Mitteln.

So verbreiten die Düsseldorfer GEW-Personalräte in leuchtendem Gewerkschafts-Rot die Titelseite einer selbst kreierten Bild-Zeitung. Die weiterführende Argumentation entspricht den plakativen Aussagen und der populistischen Sprache dieses Mediums. Dabei wollen die Autoren nach eigenen Angaben „auch im Wahlkampf bei der Sache bleiben“ und behaupten keck „Den Stammtisch überlassen wir Anderen!“

All dies könnte man als amüsantes Beiwerk abtun. Doch es steckt mehr dahinter…

Die GEW kann oder will die Realität unseres Arbeitsplatzes nicht erkennen. Das ist ein grundsätzliches Problem.

Fakt ist, dass die Schülerschaft an der Gesamtschule problematisch ist. Die Arbeit mit den schwierigen Schüler/innen ist extrem nervenaufreibend. Die Kolleginnen und Kollegen wünschen sich Unterstützung bei ihrer anstrengenden pädagogischen Arbeit.

Wer konstruktive Lösungen will, muss Probleme offen benennen. Genau das tut die GEW aber nicht! Sie denkt und handelt in der Begrenztheit ihrer Ideologie.

Wenn die Schüler/innen ihre Chancen nicht wahrnehmen, sieht die GEW die Verantwortung stets bei den Schulen und letztendlich den Lehrer/innen als ihrem schwächsten Glied.

Damit disqualifiziert sich die Gewerkschaft. Ihre Aufgabe wäre es, den Kolleginnen und Kollegen den Rücken zu stärken und ihnen bei ihren Problemen zu helfen.

Demokratie lebt von Diskussion. Wir laden ein zu einem Dialog über den Arbeitsplatz Gesamtschule. Ein Gespräch ist aber nur möglich, wenn politisch Andersdenkende nicht mit Begrifflichkeiten wie „Menschenverachtung“ diffamiert werden.