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News
Tarifeinigung am 1.03.09
Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich 1.03.09 auf ein Tarifergebnis für die Angestellten der Länder geeinigt.
Erst „fünf Prozent“. Dann „knapp sechs“. Schließlich „5,8 Prozent Gehaltssteigerung“ für die Angestellten der Länder. Das sollte es sein!
Kernpunkte der Tarifeinigung:
- 40 Euro Einmalzahlung für Januar und Februar 2009
- Erhöhung des Tabellenentgelts um 40 Euro plus 3 % ab 1. März 2009
- Plus 1,2 % ab 1. März 2010
- Streichung des Leistungsentgelts ab 1. Januar 2009
Eine Mischung aus Einmalzahlung, Sockelbetrag und unterschiedlichen Erhöhungszeitpunkten. Verwirrend. Doch das kommt den Verhandlungsparteien entgegen. Wenn keiner das Ergebnis versteht, kann es auch niemand kritisieren.
Das Verhandlungsergebnis ist komplex. Die Formel „5,8 % mehr Gehalt“ eingängig. Wie aber haben die Verhandlungspartner gerechnet? Die Gewerkschaften müssen aufklären.
Die GEW konnte sich mit folgenden Forderungen nicht durchsetzen:
- Verlängerung der Altersteilzeit für Angestellte
- Kein Unterrichten bis 67,5 Jahren
- Erhöhung der Anwärterbezüge auf 1600 Euro
Besonders ärgerlich:
- Die Ungerechtigkeit bei der Bezahlung bleibt bestehen!
- Angestellte bleiben Lehrer/innen zweiter Klasse!
Sollte das Tarifergebnis – wie bereits gefordert – zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden, dann wird die Ungleichgleichheit noch einmal deutlich verschärft, denn die Streichung des Leistungsentgelts betrifft nur die Angestellten.
Dass Angestellte, die so viele Jahre stiefmütterlich behandelt wurden, keine Verbesserung ihrer Situation erfahren, ist bitter. Die Wut der jungen TV-L-Verlierer trifft auf Resignation bei denen, die dieses unwürdige Spiel schon seit Jahren ertragen haben.
Immerhin hat sich der Arbeitgeber einverstanden erklärt, über eine Entgeltordnung zu verhandeln. Die Gespräche sollen nach den Sommerferien beginnen und werden sich vermutlich über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren ziehen.
Um die Gleichstellung der Angestellten zu erreichen, müssen Forderungen aufgestellt werden. Es muss einen Nachteilsausgleich geben. Der aktuelle Diskussionsstand der GEW ist zu kurzsichtig. Die Einrichtung einer zusätzlichen sechsten Entgeltstufe löst das Problem ebenso wenig wie die Überleitung von Tarifbeschäftigten in die Entgeltgruppe 13.
fidel, SCHaLL und INI als kleine Organisationen müssen den schwerfälligen GEW-Riesen auf Kurs bringen.